{"id":1505,"date":"2013-08-12T19:16:10","date_gmt":"2013-08-12T17:16:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cape2cape.cc\/?p=1505"},"modified":"2013-09-09T15:52:25","modified_gmt":"2013-09-09T13:52:25","slug":"30-tag-05-08-2013-von-irgendwo-auf-dem-lake-nasser-nach-dongola-sudan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cape2cape.cc\/?p=1505","title":{"rendered":"30. Tag, 05.08.2013; Von Irgendwo auf dem Lake Nasser nach Dongola\/ Sudan"},"content":{"rendered":"<p>30. Tag, Montag, 05.08.2013; \u00a0Von Irgendwo auf dem Lake Nasser nach Dongola\/ Sudan<br \/>\nTemperatur: 45\u00b0 C,<br \/>\nTagesstrecke: 409 km, Gesamtstrecke: 9.807 km, max. Geschwindigkeit: 101 km\/h<br \/>\nBPI: 0<\/p>\n<p><strong>Mordor<\/strong><\/p>\n<p>Kurz nach Sonnenaufgang wachen wir auf unserem Vordeck auf. Noch ist die Temperatur angenehm und das Deck im Schatten. Der erste Tee wird aus der Komb\u00fcse geholt und es dauert nicht lange, als die Tempelanlage von Abu Simpel vor uns in der Morgensonne auftaucht.\u00a0 Der Anblick hat was majest\u00e4tisches, aber eigentlich steht der Tempel erst wenige Jahre dort. Bevor die Russen den Staudamm bauten, musste Abu Simpel, um vor der \u00dcberschwemmung bewahrt zu werden, n\u00e4mlich erst einmal verlegt werden\u2026<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Vormittag m\u00fcssen wir unseren Logenplatz verlassen und wieder in die Upper Class umziehen. Dort setzt mittlerweile auch gesch\u00e4ftiges Treiben ein, denn die mitgef\u00fchrten Kisten, Bettgestelle, Sessel, Klimaanlagen, Fernseher, Teppiche und andere Gep\u00e4ckst\u00fccke werden bei Gluthitze schon mal Richtung Ausgang geschoben, um dann beim Anlegen einen guten Startplatz zu haben. Der Hafen von Wadi Halfa \u00a0im Sudan kommt in Sicht. Es ist lediglich ein gro\u00dfer Steg der im W\u00fcstensand endet. Ein paar Fahrzeuge warten, Geb\u00e4ude gibt es keine. Wenn man sich \u00fcberlegt, dass das der einzige Grenz\u00fcbergang zwischen zwei nicht gerade kleinen Staaten ist und der \u00fcberladene und v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllte Seelenverk\u00e4ufer lediglich einmal w\u00f6chentlich verkehrt\u2026<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Tumult nach dem Anlegen erspart man uns, denn alle Ausl\u00e4nder m\u00fcssen im Speiseraum diverse Formulare ausf\u00fcllen. Neben uns und unserem t\u00fcrkischen Freund Ilias sind das zwei Italiener und drei Chinesen. Trotz der \u00fcberschaubaren Anzahl reichen die Formulare der Beamten nicht aus\u2026<\/p>\n<p>Vom Steg geht es mit offenen LKW\u00b4s zu einer M\u00fcllkippe. Bei n\u00e4herem hinsehen stellt sich diese als Zollabfertigung heraus. Egal, Augen zu und durch. Waffen und Drogen f\u00fchren wir auch diesmal nicht mit und kommen erstaunlich schnell durch. Drau\u00dfen chartern wir einen kleinen Land Rover aus kolonialen Zeiten und erreichen so die f\u00fcnf Kilometer landeinw\u00e4rts gelegene \u201eHafenstadt\u201c Wadi Halfa.<\/p>\n<p>Als wir gestern das Schiff bestiegen, f\u00fchrten wir \u00fcber 50 Liter Wasser und Cola mit uns. Obwohl zwischendurch kaum jemand aufs Klo musste, war das nun alle. Wir kaufen die letzten acht verf\u00fcgbaren Wasserflaschen und chartern einen Minibus ins 400 km entfernte Dongola. Nur nicht stehenbleiben, weiter, weiter\u2026<\/p>\n<p>Wir durchfahren eine skurille Landschaft. Wahrscheinlich ist alles mal vulkanischen Ursprungs gewesen und im Laufe der Jahrhunderte erodiert. Graue und braune Gesteinsbrocken, manchmal richtige Gebirgsz\u00fcge, lediglich unterbrochen von W\u00fcstensand. B\u00e4ume und Str\u00e4ucher und \u00fcberhaupt die Farbe gr\u00fcn gibt es hier nicht. Wie bei Herr der Ringe. Wie im Lande Mordor.<\/p>\n<p>Im Dunkeln erreichen wir gegen 21:00 Uhr Dongola und werden Zeuge eines kleinen Wunders. Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren regnet es ein wenig. Leider erkennt man uns nicht als regenbringende G\u00f6tter. Die Party entf\u00e4llt und wir essen die letzten Reste aus Hoffis aufgeheizter roter Kiste. Es ist die erste und einzige Mahlzeit des Tages.<\/p>\n<p>Auf Alkoholgenu\u00df stehen f\u00fcr einheimische 40 Peitschenhiebe. Bei Ausl\u00e4ndern ist man nicht so streng, wenn man was hat, kann man es trinken. Trotz intensiver Suche finden wir in der Kiste keine zehn eisgek\u00fchlte Hefeweizen. So gehen wir ins Bett und tr\u00e4umen. Von was wohl?<\/p>\n<p>Die Vier<\/p>\n<p><a title=\"P1020021 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9500700840\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020021\" src=\"http:\/\/farm3.staticflickr.com\/2823\/9500700840_64c0f8a16e_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a> <a title=\"P1020027 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9500685672\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020027\" src=\"http:\/\/farm6.staticflickr.com\/5476\/9500685672_a251faec76_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a> <a title=\"P1020034 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9500678194\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020034\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7452\/9500678194_35c8d2f113_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a> <a title=\"P1020047 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9500671456\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020047\" src=\"http:\/\/farm6.staticflickr.com\/5524\/9500671456_f39c654f42_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p>[map style=&#8220;width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;&#8220; maptype=&#8220;HYBRID&#8220; gpx=&#8220;https:\/\/www.cape2cape.cc\/wp-content\/uploads\/Move_2013_08_05_12_34_27.gpx&#8220; download=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30. 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