{"id":1571,"date":"2013-08-16T22:05:19","date_gmt":"2013-08-16T20:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cape2cape.cc\/?p=1571"},"modified":"2013-09-11T09:55:19","modified_gmt":"2013-09-11T07:55:19","slug":"37-tag-11-08-2013-von-debre-markos-nach-awassa-athiopien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cape2cape.cc\/?p=1571","title":{"rendered":"36. Tag, 11.08.2013; Von Debre Markos nach Awassa\/ \u00c4thiopien"},"content":{"rendered":"<p>36.\u00a0Tag, MEBAtag, 11.08.2013; Von Debre Markos nach Awassa\/ \u00c4thiopien<br \/>\nTemperatur: 20-25\u00b0 C, H\u00f6henlage: 2.400-1.800 m<br \/>\nTagesstrecke: 519 km, Gesamtstrecke: : 12.244 km, max. Geschwindigkeit: 101 km\/h<br \/>\nBPI: 1,00 \u2013 1,20<\/p>\n<p><strong>\u00c4rzte ohne Grenzen<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer kurzen Nachtpause, geweckt von einem orthodoxen \u201eVorbeter\u201c, einem guten Kaffee aus dem Automaten, nehmen wir um 6.30 Uhr wieder Fahrt gen S\u00fcden auf. Auf den Stra\u00dfen gibt es schon gesch\u00e4ftiges Treiben, allerorten tragende Menschen mit Kanistern, Stroh, Brennholz und alles was Mensch und Tier hier t\u00e4glich brauchen. Nach ca. zwei Stunden gibt es ein wunderbares Fr\u00fchst\u00fcck mit frisch gepressten S\u00e4ften, in einem von Gimmy ausgesuchten Hotel.<\/p>\n<p>Bei der Fahrt wird immer sichtbarer was die \u00c4thiopier mit ihrem \u201eWald\u201c gemacht haben, nur noch 2,7% der gesamten Fl\u00e4che des Landes sind bewaldet (im 16. Jh. begann die Abholzung, 1960 waren noch 40% des Landes bewaldet) und haupts\u00e4chlich werden schnell und gerade wachsende Eukalyptusb\u00e4ume (nur \u00a0Koalab\u00e4ren fehlen noch) angepflanzt, um sie als Brenn- und Bauholz zu nutzen. Alle H\u00fctten und Bauger\u00fcste werden damit errichtet. Die Folgen der Abholzung sind \u00fcberall zu sehen, tiefe Gr\u00e4ben und viele frische Erdrutsche durchziehen das Land, irgendwann wird alles eben sein. Erosion allerorten. Die freien Fl\u00e4chen werden ben\u00f6tigt f\u00fcr die Unmengen an Weidevieh. Reichtum definiert sich hier \u00fcber den Bestand an Vieh. Die Familien sind hier gr\u00f6\u00dfer, jede Frau bringt hier ca. sieben Kinder zur Welt. Trotz der relativ hohen Kindersterblichkeit und der durchschnittlichen Lebenserwartung von ca. 50 Jahren gibt es ein Bev\u00f6lkerungswachstum von j\u00e4hrlich 4%.<\/p>\n<p>Nach ca. 150 Km erreichen wir den Blauen Nil. Aussteigen und bestaunen. Wir \u00fcberqueren ihn auf\u00a0 einer alten, noch vom letzten Kaiser errichteten Br\u00fccke, unser Bus auf der neuen, im Jahr 2000 von Japanern gebauten. Wir bestaunen die in der Regenzeit Juli\/August immer braune und schnellflie\u00dfende Br\u00fche und dass Fluss abw\u00e4rts gelegene Tal, wo nur noch die Weinreben fehlen, um uns an das heimische Rheintal zu erinnern.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite der Br\u00fccke hat unserer Guide Gimmy den ersten einheimischen Patienten f\u00fcr unseren Doc Micha entdeckt. Die Arzttaschen kommen zu ihrem ersten gro\u00dfen Einsatz. Stethoskop raus und Herz und Lunge abgeh\u00f6hrt, die Diagnose ist schnell gestellt, Lungenentz\u00fcndung. Micha stellt ein \u201ePillenmix\u201c aus Antibiotika und schmerzlindernden Pillen zusammen und erkl\u00e4rt die Einnahme.<\/p>\n<p>Auf der weiteren Fahrt s\u00e4umen Pavianhorden die Bergstra\u00dfen die uns in die Hauptstadt Addis Abeba f\u00fchren. \u00dcbersetzt hei\u00dft sie Sch\u00f6ne Blume. Sie ist in der 3.000j\u00e4hrigen Geschichte\u00a0 \u00c4thiopiens die vierte Hauptstadt. \u00c4thiopien ist das einzige Land Afrikas, welches nie kolonialisiert wurde.<\/p>\n<p>Den Rest der Fahrt verbringen wir im Bus und vertreiben uns die Zeit mit lesen, schlafen und einer Doppelkopfrunde. Kurz vorm Dunkelwerden gab es noch einen kurzen Stopp am Lake Ziway. Zu bestaunen gab es W\u00e4sche waschende Einheimische, ein Hochzeitspaar mit Flemme als kurzeitigem Br\u00e4utigam, vielen Marabus, erhabene, Aasfressende Schreitv\u00f6gel und ein schwimmendes Unget\u00fcm, was als Krokodil angepriesen wurde, nach unserer Einsch\u00e4tzung und nach Sichtung der Fotos aber eher ein Nilpferd war. Mit Ankunft, wieder im Dunkeln, lernen wir Entfernungen in Afrika immer besser einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>\u201eZw\u00f6lf\u201c<\/p>\n<p><a title=\"P1020310 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9526593096\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020310\" src=\"http:\/\/farm4.staticflickr.com\/3721\/9526593096_72c75cdcb1_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a> <a title=\"P1020301 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9523813637\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020301\" src=\"http:\/\/farm4.staticflickr.com\/3717\/9523813637_42e3b1e590_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a> <a title=\"P1020320 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9526587514\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020320\" src=\"http:\/\/farm4.staticflickr.com\/3667\/9526587514_ef27d580c6_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a> <a title=\"P1020329 von regen.cape bei Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/97717889@N02\/9526583024\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"P1020329\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7306\/9526583024_3cd0a957de_m.jpg\" width=\"240\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p>[map style=&#8220;width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;&#8220; maptype=&#8220;HYBRID&#8220; gpx=&#8220;https:\/\/www.cape2cape.cc\/wp-content\/uploads\/Move_2013_08_11_06_51_12.gpx&#8220; download=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>36.\u00a0Tag, MEBAtag, 11.08.2013; Von Debre Markos nach Awassa\/ \u00c4thiopien Temperatur: 20-25\u00b0 C, H\u00f6henlage: 2.400-1.800 m Tagesstrecke: 519 km, Gesamtstrecke: : 12.244 km, max. 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